17.03.2014

Ersteindruck: Dark Souls II



So, liebe Leute, da ist er wieder! Nach nunmehr einem halben Monat schwinge ich mich endlich wieder vor die Tastatur um neuen Content zu liefern. Hinter mir liegen gelassen habe ich eine, mit 9 Fehlerpunkten bestandene Theorieprüfung, eine Klausur und meinen 17. Geburtstag inklusive großer Feier, was natürlich viel Zeit geraubt hat. Jetzt aber kann ich mich endlich wieder meinem großen Hobby widmen und präsentiere euch mein bestes Geburtstagsgeschenk: "Dark Souls II"!







Viele von euch kennen das Gefühl sicher: Eine Playstation 3 inklusive vieler, beinahe unberührter Games vegetiert im Zimmer umher, doch trotz großem "Spaßangebot" hat man auf nichts aus der Auswahl Lust. Dieses Gefühl hatte ich Anfang 2013. Ich wollte ein forderndes Spiel mit einem möglichst düsteren und interessanten "Dark-Fantasy-Szenario". Da "Dragon Age" nicht mein Spiel ist und ich "Dragon's Dogma" unfassbar langweilig fand, wofür mich Fans verdammen würden, hatte ich keine Vorstellung mehr, welches Spiel denn das richtige sein könnte. Doch als ich durch eine alte Ausgabe der M!Games blätterte wurde ich auf "Demon's Souls" aufmerksam. Düster, komplex und vor allem eines: schwer! So schwang ich mich sofort an die Playstation und ergatterte mir das gute Stück für läppische 8,99 Euro im Playstation Store. Und ich habe es nicht bereut!

Das Bossdesign ist erneut schaurig schön!
Ian Miles Cheong - Flickr.com
Sowohl "Demon's Souls" als auch der indirekte Nachfolger "Dark Souls" gehören neben der "Metal Gear" Reihe zu meinen absoluten Lieblingsspielen. Es ist einfach die perfekte Mischung aus einem tollen Kampfsystem, einer interessanten Spielwelt, fordernden, aber nicht unfairen Gegnern und Aufgaben und unfassbar genialen Bosskämpfen, die die Reihe zu einem derzeit singulären Erlebnis machen. Nicht einmal in "Skyrim" konnte ich mich seinerzeit für über 250 Spielstunden verlieren; die beiden Titel sind für mich fast perfekte Spiele mit kleinen Schönheitsfehlern in der Technik. 

Sollte "Dark Souls II" nun alles anders machen? Nein! Denn obwohl viele Medien und auch die Entwickler selber über einige Neuerungen und technische Aufwertung berichteten, war es doch der simple Wunsch der Fans "more of the same" zu bekommen. Das sagt schon aus, dass "Dark Souls" nicht viel Platz nach oben gelassen hat. So wurde weniger auf ein besseres Spiel gehofft, als dass das Niveau des Vorgängers doch bitte gehalten werden soll. Was sich erhoffen ließ war aufgrund einer neuen Engine eine bessere Technik, ein verbessertes Menü und eine allgemein bessere Einführung in das Spiel. Was davon realisiert wurde, will ich euch in meiner ganz (!) kurzen Vorab-Review erläutern.




Vorweg: der folgende Eindruck beruht auf circa sechs Stunden Spielzeit. Viel von dem Spiel gesehen habe ich noch nicht, trotzdem konnte ich schon einige Vergleiche zum Vorgänger ziehen. "Dark Souls II" ist ein "Souls-Spiel"! Man merkt sofort, sofern man den Erstling gespielt hat, dass "Drangleic", die Welt des Spiels, an "Lordran" erinnert und das Gameplay fast 1 zu 1 übernommen wurde. Gut gemacht, From Software! Einige kleine Änderungen, wie eine neue Möglichkeit, einen Sprung auszuführen sind vorhanden, allerdings so gering aufzufinden, dass es weder stört, noch das Gameplay auf eine neue Stufe hievt. Auch Technisch hat sich einiges verbessert: Dynamisches Licht ist dieses Mal wirklich schön anzuschauen und die Framerate bleibt bei erträglichen 30 Frames. 


"Drangleic", die Welt der Untoten


Der spannendste Punkt, der neu ist, ist die Welt an sich. Auch wenn die einzelnen Abschnitte Drangleics typisch "Dark Souls" sind, fühlt man sich nicht sofort heimisch, was sehr gut in einem Souls Spiel ist, aber auch problematisch sein kann. Denn im Vorgänger bekam man durch den Kreislauf-artigen Aufbau der Spielwelt das Gefühl von einer zusammenhängenden Umgebung, während dieses Gefühl in "Dark Souls II" fast gänzlich ausbleibt: Ein großer Verlust. Man kann sich die neue Welt als eine Art Stern vorstellen: "Majula", der neue "Feuerbandschrein" befindet sich in der Mitte, die Zacken symbolisieren die einzelnen Level. Doch am Zacken ist Schluss, jedes Level endet nach dem letzen Boss und es muss sich zurück teleportiert werden. Diese Fähigkeit besitzt der Spieler dieses Mal übrigens von Anfang an, was sehr komfortabel und positiv ist. Alles in allem gefällt mir Drangleic auch sehr gut, auch wenn ich das Prinzip von "Lordran" um einiges kreativer und interessanter fand.


Auch was uns im Endgame erwarten soll, sieht gigantisch aus!
Ian Miles Cheong - Flickr.com


Artistisch ist Drangleic ein Hochgenuss: Malerische Landstriche, düstere Burgen, ein unterirdischer Hafen - "Dark Souls II" ist ein wunderschön designtes Spiel! Die Freude einen neuen Bereich zu betreten ist deutlich größer als in "Dark Souls", auch wenn immer ein "Oh Gott, was kommt hier nur auf mich zu"-Gefühl vertreten ist. Unheimlich, düster und sehr kreativ designed sind auch die fiesen Gegenspieler. Sowohl normale Fußsoldaten als auch böse Bossgegner sind sehr schön anzuschauen - einfach toll.


So hart wie der Vorgänger oder weichgekochter Gameplay-Matsch?


Zu einigen Änderungen will ich zu diesem Zeitpunkt noch nichts sagen, da ich noch nicht weiß, wie sie mir im späteren Spielverlauf gefallen (z.B. Estus Flakons und nicht respawnende Gegner), außerdem konnte ich den Online-Modus noch kaum austesten (bis auf Nachrichten, die einwandfrei funktionieren). Zu allerletzt will ich aber noch die Frage aller Fragen beantworten: "Wie schwer ist Dark Souls II?". Die Antwort lautet: Verdammt beschi**en hinterf*tzig schwer, aber motivierend (:-D, der Smiley musste sein). Das mag merkwürdig klingen aber genau das habe ich erwartet und erhofft. Ich bin allein in den ersten zwei Stunden gefühlte 100 Mal verreckt, was aber gerade durch erhöhte Leuchtfeuerzahl und noch schwierigere (!) Gegner unglaublich motivierend ist! Mich hat die Lust nie verlassen und ein Suchtgefühl setzt schnell ein. Man spielt erneut nicht das Spiel, das Spiel spielt gegen den Spieler - einzigartig!


Eine tolle Fortsetzung!


Ich freue mich auf viele weitere Stunden mit "Dark Souls II" und werde mich, sobald ich das Spiel besiegt habe, wird auch eine Review mit abschließendem Fazit kommen. Bisher kann ich aber eine vorläufige Kaufempfehlung aussprechen: Allein die ersten sechs Stunden waren so intensiv, fordernd und spannend, wie es "Dragon's Dogma" und "The Elder Scrolls V: Skyrim" nie waren!

28.02.2014

Viel Spiel für wenig Geld: La Mulana



Da hat man ein Restguthaben von 2 Euro auf seinem Steamkonto und weiß nicht, wohin damit. Passend, dass es wöchentliche Angebote gibt, zu denen auch das Indiegame "La Mulana" von Nigoro gehörte. Vor ein paar Jahren habe ich als kleiner Videospiel-Süchtling auf Youtube den Let's Player "Phunk Royal" gefunden, der ein grandioses Let's Play zu dem original "La Mulana" gemacht hat. Das Spiel hat zwar schon damals Interesse in mir geweckt, aber auch Respekt vor dem ungeheuren Schwierigkeitsgrad und der schlechten Zugänglichkeit. Vor etwa zwei Wochen habe ich aber zugeschlagen und ich muss sagen: mein bester Steam-Einkauf seit Monaten!




Die kaum vorhandene Story des Action-Adventures ist schnell zusammengefasst: Man spielt den Archäologen und Professor für Archäologie "Lemeza", der sich durch den Ruinenkomplex "La Mulana" peitscht und hüpft. Diese Story ist aber von geringer Relevanz im späterem Verlauf des Spiels, es gibt keine Cutscenes oder wirklich lange Gespräche. Das Storytelling ist Vergleichbar mit Spielen wie "Dark Souls" oder "Demon's Souls": die Welt erzählt ihre Geschichte denjenigen, die sich dafür interessieren. Anstatt mit Textboxen bombadiert zu werden und sich endlose Zwischensequenzen anschauen zu müssen, liegt es an dem Spieler, ob er tiefer in die Geschichte von "La Mulana" eindringen will. Denn nur wer aufmerksam alle Grabsteine, Wandmalereien und so weiter liest, kann das Geheimnis der Ruine lüften!


"Metroidvania" at its best! 


Das Gameplay des Spiels gleicht dem von "Castlevania" oder "Metroid" - ein "Medroidvania" Spiel also! Man erkundet die Ruine, findet neue Waffen und Gadgets und bestreitet knifflige Bosskämpfe. Alles, wie gehabt, alles super! Kleine Bugs haben sich an einigen Stellen eingeschlichen, aber an sich kann man über das Gameplay und den hohen Schwierigkeitsgrad nicht meckern!

Meine Spielzeit bei "La Mulana" beträgt mittlerweile über zehn Stunden, was für ein etwa fünf Euro teures Spiel eine Menge ist! Immer wieder findet man neue Geheimnisse, entdeckt Wege, die zuvor nicht ersichtlich waren oder neue, mysteriöse Gebiete. Allerdings sollte jeder Spieler sich wappnen: das "La Mulana-Wiki" ist auf jeden Fall zu gebrauchen. Denn oft kommt Frust auf, wenn man einen Weg nicht findet oder einen Boss nicht besiegen kann - ein Spiel, was den Spieler auffordert, sich intensiv mit ihm zu beschäftigen!

Meiner Meinung nach ist "La Mulana" eines der preiswertesten und schlicht besten Indie-Games der letzten Jahre und verdient es, mehr Beachtung zu erlangen, als es bisher der Fall ist. In jeder Hinsicht überzeugt das Spiel und zeigt sowohl in Gameplay, Soundtrack, Grafik und Schwierigkeitsgrad kaum schwächen. Kein Perfektes Werk, trotzdem ein sehr, sehr gut gelungenes Action-Adventure!


Fazit:


Ein extrem schweres und nostalgisches "Metroidvania-Indie-Game", das durch einen tollen Soundtrack, hübsche 2D-Optik und einen großen Erkundungsfaktor jeden hart gesottenen Action-Adventure Fan in seinen Bann zieht!



26.02.2014

News



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12.02.2014

Blu-Ray Tipp: Super



Ein super Film für super wenig Geld, wer kann da schon nein sagen? Ich auf jeden Fall nicht und so bin ich der Empfehlung eines Freundes nachgegangen und habe mit den Kick-Ass-ähnlichen "Super" für ungefähr zehn Euro zugelegt. Was dabei raus kam, lest ihr hier!




James Gunn, der Regisseur von "Super", bekannt für das Drehbuch zum sehr gelungenen "Dawn of the Dead" Remake, hatte das Drehbuch zu dem Film schon weit vor der Produktion 2009/10 fertiggestellt. Die Idee eines ganz "normalen" Superhelden tauchte aber nicht erst in Gunn's Script, sondern bereits in dem Comic "Kick-Ass" auf. Abklatsch oder besserer Genrekollege? Dazu später! In "Super" geht es um Frank D'Arbo, verkörpert von Rainn Wilson. Nachdem seine Frau Sarah (Liv Tyler) ihn verlassen hat, entscheidet er sich dazu als Superheld die Stadt vor dem Bösen zu bewahren. Es helfen ihm der religiöse Comicheld "Holy Avenger" (Nathan Fillion), und die etwas psychopathische Libby (Ellen Page) den "Entführer" von D'Arbos Frau, Jacques (Kevin Bacon), zu bezwingen. Der Film ist ab 18 Jahren freigegeben und dauert circa 90 Minuten.


Ein tragischer Held!


Frank ist verzweifelt.
["Super" Copyright © This is That Productions 2010]
Mit der Review möchte ich mich heute kurz halten, da ich noch ein paar Worte zu der Mediabook-Version des Streifens verlieren will. "Super" ist in meinen Augen eine sehr gelungene Tragikkomödie. Es wird der Gedanke vieler Menschen, dass man doch selbst etwas tun und für das gute Kämpfen könnte, in Form des trottligen Protagonisten dargestellt. Selbstverwirklichung und der Wille, etwas zu schaffen, stehen hier im Mittelpunkt. Egal, wie viel Pech ein Mensch hat, man soll sich immer wieder aufrichten und einen neuen Versuch wagen!

"Super" ist in vielerlei Hinsicht sehr realitätsnah und zeigt, wie es einem Superheld ohne Kräfte in "unserer Welt" wirklich ergehen würde. Man taucht ab in eine Fantasie, die vom Prinzip her spaßig klingt, aber leider Dramatischer ist, als man denkt. Der hohe Gewaltgrad unterstreicht das ganze noch. Für mich ist "Super" eine Art Ermutigung, Dinge zu tun, die man für unmöglich hält. Allerdings
spricht der Film auch eine Warnung aus: man soll es nicht zu weit
treiben und sich unter Kontrolle haben. Klingt verwirrender, als es ist.

Trotz all diesem tiefgründigen "Gesülz", ist der Film an einigen Stellen auch sehr lustig, auch wenn der Humor nicht jedem munden dürfte. Ob nun Gott in Form von Kotze in einer Toilette auftaucht oder Ellen Page in Rage alles niedermäht, was ihr in den Weg kommt. Der Humor passt aber zum Gesamtbild des merkwürdigen, brutalen und durchgedrehten Films ein und ist aus meiner Sicht nicht deplatziert. Trotzdem bleibt der ein oder andere Lacher, ähnlich wie bei "Django Unchained", im Hals hängen, weil sofort auf Comedy Brutalität folgt und die "Lustigkeit" (das Wort gibt es!) relativiert.


Fazit:


"Kick-Ass" in realistisch, dramatisch und tragisch - "Super" stellt den Held als wahrer des Guten und Bekämpfer des Bösen sehr gekonnt auf den Kopf!



Blu-Ray Rezension


Ein paar Worte werde ich jetzt noch zur Mediabook-Version des Films verlieren. Die von "Koch-Media" auf den Markt gebrachte Version beinhaltet neben dem Hauptfilm eine Menge (!) an Zusatzmaterial: von Making-of's über alle Folgen der Kurzfilm-Serie des Regisseurs bis hin zu "public-trolling" Clips - hier kommt jeder auf seine Kosten. Verpackt sind die Blu-Ray des Films und die Bonus DVD in einem hübschen Case mit, an alte "Troma-Zeiten" angelehntem Cover. Außerdem findet man noch ein recht gut gelungenes "Büchlein" (Mediabook) innerhalb der Blu-Ray, in welchem sich neben einem Comic noch weitere Informationen zum Cast und der Crew befinden. 

Meiner Meinung nach ein sehr schönes Mediabook, dass gerade durch den Preis von nur circa zehn Euro punktet. Solltet ihr euch den Film zulegen wollen, dann auf jeden Fall in dieser Version, da gibt es kein drumherum!